„Weihnachtsmann, Doughnut und Muttertag – bislang hat uns Amerika nur Schlechtes gebracht“ – pflegte meine früherer (Gott habe sie selig) Englischlehrerin zu sagen.
Stimmt nicht! Am vergangenen Wochenende wurde ich mit einer neuen Form amerikanischer Kultur konfrontiert, die mir sehr gut gefallen hat. „Free Hugs“ stand auf einem Schild, das ein alter, bärtiger und so gar nicht amerikanisch aussehender Mann auf dem Umsonst & Draußen-Festival vor sich hertrug. Kostenlose Umarmung? Ein wildfremder Mann? Na, warum nicht.
Die Idee zur Free-Hug-Kampagne – ein „soziales Experiment“ wie sie sich selbst nennt – kam vor mittlerweile sieben Jahren auf. Ziel ist es, dem Menschen zu zeigen, dass er etwas wert ist. Und in der Tat, die Welt fühlte sich gleich ein bisschen besser an.
So gefällt mir Amerika. Free Hugs statt Bomben.
Juni 17, 2008 at 8:01
nächste große welle: free fuck
Juni 22, 2008 at 9:24
Guter Artikel,
aber es haben sich 2 Fehler eingeschlichen:
1. Free Hugs kommt aus Australien – nicht Amerika
2. also „alt“ bin ich noch lange nicht
Hug!
PIT der bärtige
Juni 23, 2008 at 12:10
Da muss ich mich für den in der Tat etwas unschönen Begriff „alt“ entschuldigen. Wurde sogleich gestrichen. Ich schiebe die Schuld dafür auf die Dunkelheit… da konnte ich das nicht so richtig sehen ;o)
Unentschuldbar hingegen Recherche-Fehler Amerika vs. Australien.
Juni 24, 2008 at 8:42
Jetzt weiß ich wie du heißt und ich dich vielleicht erreichen kann, Pit.
Hoffentlich ließt du diese Zeilen:
Ich will mich noch für deine Umarmung bedanken. Du weißt gar nicht, was du mir damit Gutes getan hast. Nur deine ehrliche Nähe zu spüren für kurze Zeit. Ein unbeschreibliches Gefühl. Und dann der warme Blick zum Abschied, als wenn du mich verstehen würdest – ohne ein Wort gewechselt zu haben.
Ich weiß, kilngt wie ein Liebesantrag – aber nein, ich bin keine Frau …
Mach weiter so, die Welt braucht dich!!!
Koso