Was passiert eigentlich, wenn Waldi, Schnuffi und Minka sterben?

Gute Frage für alle, die keine Tiere haben. Die wissen das nämlich schlichtweg nicht. Bessere Frage noch für alle, die Tiere haben. Denn wer denkt schon beim Kauf eines kleinen süßen Kuschelwelpen daran, dass ein 45 Kilo-Koloss von Hundekadaver mal beseitigt werden muss.

Dabei ist Haustiersterben anscheinend, nach allem was ich gehört habe, echt keine schöne Sache. Die überwiegende Mehrheit der Hunde röchelt nicht ein letztes Mal auf der zerknautschten Hundedecke im trauten Heim, sondern wird vom Tierarzt mit einer Spritze ins Jenseits befördert. Aber besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Ältere Hunde werden nämlich gern mal dement und laufen dann mit Vorliebe gegen Wände.

Ist Schnuffi eingeschläfert, vergießt Frauchen ein Tränchen und lässt ihren Liebling beim Tierarzt. Doch – was macht der nette Herr in Weiß eigentlich mit den vielen toten Tieren? Wenn der Doktor am Ende des Tages zehn tote Hunde in einem gelben Sack unter seinem Schreibtisch liegen hat, bringt er diesen in die Tierkörperverwertungsanstalt. Schnuffi wird enthäutet, bevor er mit Minka, Twinki und stinkigen Schlachtabfällen in den Schredder kommt. Hundehack. Die Bröckelchen werden anschließend gekocht. Aus der Suppe wird dann das Schuffi-Fett herausgezogen – daraus wird mal Seife. Der gekochte Rest vom Hund wird getrocknet. Daraus entsteht Tiermehl. Genau, das was im schlimmsten Fall dem Dönertier* vorgesetzt wird.

Na prost Mahlzeit. Vielleicht bin ich ja naiv. Aber ich wusste bislang weder was mit Schnuffi passiert, noch was in meiner Seife so alles drin ist.

Stell sich mir eine Frage: Warum hat Mama früher immer gesagt, ich solle mir die Hände ordentlich mit Seife waschen soll, nachdem ich ‘nen Hund gestreichelt habe?

* Dönertiere sind Tiere, die Schlachabfälle bzw. Tiermehl zu Fressen bekommen und anschließend zu Dönerspießen verwurstet werden.

Bildquelle: http://www.jugendfotos.de/pictures/show/26194