Angekommen an einem Ort, wo die Freundlichkeit nicht gerade erfunden wurde. Heute nach der Arbeit in der komplett überfüllten Metro-Tram.
Stimme hinter mir, graumelierter 45-Jährigen zu blass-verschüchtertem Rollkragenträger: „Woll’n se bei mir uffn Schoß?“
Rolli schaut irritiert: „…Näh!“
Graumeliert: „Dann ma’ n bisschen Abstand!“
Ja, so herzlich geht es hier zu. Nicht nur, dass für Alte, Kranke, Behinderte und Schwanger aufgestanden wird. Nein, hier wird der Platz gleich brüderlich geteilt, der Schoß als bequeme Alternative zum engen Metro-Stellplatz angeboten. So kommt man sich also in Berlin näher… In Bayern Franken wäre das natürlich nie vorgekommen. Da wäre es bei einem „Ey du Debb, rügg ma a Stügg“ geblieben.
Oktober 11, 2007 at 1:30
HeyHey, herzlich Willkommen in der Welt des Bloggens. Na mal gucken wie resistent du gegen die anderen Blogger bist und dann in nem Jahr deinen Blog für 2 Euro zu verkaufen.
Also wegen der Freundlichkeit da muss man mal was schreiben. Denn es ist eigentlich die Toursimusfalle:
Irgendwann kam mal ein Tourist nach Berlin, der vielleicht auf gar keinen Berliner getroffen ist, aber der war unfreundlich und der fuhr zurück nach Bayern oder Schwabenländle und sagte nun überall, dass Berliner unfreundlich sind. Dann kamen die Schwanben hierher und waren unfreundlich und so und nun denken die ganzen Touristen, dass die Berliner, die keine sind, übellaunig sind.
Dabei sind wir lieber als an einem Baum knabbernde Bieber!