Angekommen an einem Ort, wo die Freundlichkeit nicht gerade erfunden wurde. Heute nach der Arbeit in der komplett überfüllten Metro-Tram.
Stimme hinter mir, graumelierter 45-Jährigen zu blass-verschüchtertem Rollkragenträger: „Woll’n se bei mir uffn Schoß?“
Rolli schaut irritiert: „…Näh!“
Graumeliert: „Dann ma’ n bisschen Abstand!“

Ja, so herzlich geht es hier zu. Nicht nur, dass für Alte, Kranke, Behinderte und Schwanger aufgestanden wird. Nein, hier wird der Platz gleich brüderlich geteilt, der Schoß als bequeme Alternative zum engen Metro-Stellplatz angeboten. So kommt man sich also in Berlin näher… In Bayern Franken wäre das natürlich nie vorgekommen. Da wäre es bei einem „Ey du Debb, rügg ma a Stügg“ geblieben.